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Österreich baut seine Position in der Quantenforschung mit Millioneninvestitionen weiter aus

tech2026-08-21 · 3 min read · 1 reads

Österreich staerkt seine fuehrende Rolle in der Quantenforschung mit einer Investition von 107 Millionen Euro im Rahmen der Initiative Quantum Austria. Neue Forschungszentren, zahlreiche Start-ups und internationale Erfolge unterstreichen die wachsende Bedeutung des Landes in dieser Zukunftstechnolo

Österreich festigt seine Position als einer der fuehrenden Standorte fuer Quantenforschung in Europa. Mit gezielten Investitionen, einem starken Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und einer wachsenden Zahl an Start-ups zeigt das Land, dass es die enormen Chancen dieser Zukunftstechnologie erkannt hat und konsequent nutzen moechte, um international wettbewerbsfaehig zu bleiben.

Millioneninvestition in die Quantenforschung

Im Zentrum der oesterreichischen Bemuehungen steht die Initiative Quantum Austria, fuer die insgesamt 107 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Mittel stammen aus dem Aufbau und Resilienzplan von NextGenerationEU und werden innerhalb des Zeitraums von 2020 bis 2026 eingesetzt, um die Entwicklung von Quantenforschung und Quantentechnologien deutlich zu beschleunigen.

Die Initiative wird vom Bundesministerium fuer Wissenschaft, Bildung und Forschung geleitet und gemeinsam von der Oesterreichischen Forschungsfoerderungsgesellschaft und dem Wissenschaftsfonds umgesetzt. Beide Einrichtungen arbeiten eng zusammen, um Forschenden und Unternehmen eine umfassende Unterstuetzung bei ihren Quantenprojekten zu bieten und den Standort zu staerken.

Ein starkes Forschungsumfeld

Österreich investiert massiv in die Erforschung von Quantentechnologien. (Symbolbild)
Österreich investiert massiv in die Erforschung von Quantentechnologien. (Symbolbild)

Quantum Austria ist ein zentraler Bestandteil der oesterreichischen Strategie fuer Forschung, Technologie und Innovation bis zum Jahr 2030. Das erklaerte Ziel besteht darin, die technologische Souveraenitaet des Landes zu staerken und seine Wettbewerbsposition im globalen Innovationsumfeld nachhaltig zu verbessern, indem gezielt in Grundlagenforschung und praktische Anwendungen investiert wird.

Das Fundament dieser Bemuehungen bildet ein beeindruckendes Forschungsumfeld. In Oesterreich sind rund 70 Quantenforschungsgruppen an Institutionen in Staedten wie Wien, Innsbruck, Linz, Klosterneuburg und Graz taetig. Diese breite Aufstellung macht das Land zu einem der dichtesten und aktivsten Quantenforschungsstandorte auf dem gesamten europaeischen Kontinent.

Die internationale Bedeutung dieser Forschung zeigt sich auch in den Statistiken. Oesterreich belegt europaweit den zweiten Platz bei wissenschaftlichen Veroeffentlichungen im Bereich der Quantenforschung und den dritten Platz bei den Patenten. Ein historischer Meilenstein war zudem der Nobelpreis fuer Physik, den Anton Zeilinger im Jahr 2022 erhielt.

Neue Zentren und Foerderungen

Neben der uebergeordneten Initiative gibt es zahlreiche weitere Foerderprogramme. Der Forschungscluster quantA wird mit 21 Millionen Euro vom Wissenschaftsfonds unterstuetzt und laeuft von 2023 bis 2028 unter der Koordination der Universitaet Innsbruck. Ergaenzend wurde im Februar 2025 der Quantum Hub Tirol mit einer Anfangsinvestition von 150.000 Euro ins Leben gerufen.

Ein besonders bedeutendes Vorhaben ist das Quantum Technology Center Vienna, das im Maerz 2026 von Buergermeister Michael Ludwig angekuendigt wurde. Die 15.600 Quadratmeter grosse Einrichtung soll im Wiener Stadtteil Neu Marx entstehen. Die Ausschreibung fuer den Bau ist fuer den Sommer 2027 geplant, waehrend die Fertigstellung fuer das Jahr 2033 angestrebt wird.

Start-ups und Unternehmen

Die oesterreichische Quantenforschung bringt auch ein lebendiges Oekosystem an Unternehmen hervor. Mehr als zehn Start-ups arbeiten daran, Forschungsergebnisse zu kommerzialisieren. Zu den wichtigsten Akteuren zaehlen Unternehmen wie AQT, ParityQC, QMware, zerothird, Quantum Industries, qtlabs, QUBO Technology sowie Quantum Network Design, die das Feld entscheidend praegen.

Auch etablierte Konzerne setzen zunehmend auf Quantentechnologien. Die Erste Group, Oesterreichs groesste Bank, betreibt seit Februar 2026 einen kommerziellen Pilotversuch im Produktivbetrieb. Weitere namhafte Anwender sind A1 Telekom Austria, Infineon Technologies Austria und der Energiekonzern VERBUND, was die breite wirtschaftliche Relevanz der Technologie unterstreicht.

Ausblick auf die Zukunft

Die Kombination aus staatlicher Foerderung, einem dichten Forschungsnetzwerk und einer wachsenden Unternehmenslandschaft verschafft Oesterreich eine ausgezeichnete Ausgangsposition. Das Land profitiert dabei von einer langen Tradition in der Quantenphysik und einer engen Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, die den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis erleichtert.

Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass Oesterreich fest entschlossen ist, eine fuehrende Rolle im Bereich der Quantentechnologien einzunehmen. Mit erheblichen Investitionen, ehrgeizigen Infrastrukturprojekten und einem starken internationalen Ansehen positioniert sich das Land als wichtiger Akteur in einem der spannendsten Technologiefelder der kommenden Jahrzehnte.

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