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Das Ende des Smartphones? OpenAI und Jony Ive planen das Gadget von morgen

tech2026-08-24 · 2 min read · 112 reads

OpenAI will noch 2026 sein erstes eigenes Geraet vorstellen, entworfen von Apple-Legende Jony Ive. Aus Wien ordne ich ein, was ueber das bildschirmlose KI-Gadget bekannt ist, warum es das Smartphone herausfordern koennte und wie realistisch der grosse Wurf ist.

Aus Wien schreibe ich ueber Gadgets, Startups und die Technik, die morgen selbstverstaendlich sein wird, und kaum ein Projekt verkoerpert dieses Morgen so sehr wie der Versuch, einen Nachfolger fuer das Smartphone zu erfinden, an dem ausgerechnet der ChatGPT-Erfinder OpenAI gemeinsam mit einer echten Design-Legende arbeitet.

Die Rede ist von Jony Ive, dem Mann, der einst bei Apple das iPhone mitgestaltet hat und damit unser aller Alltag praegte, und der nun mit seinem eigenen Team an einem voellig neuen Geraet tueftelt, nachdem OpenAI sein Startup fuer die enorme Summe von rund sechs Komma fuenf Milliarden Dollar uebernommen hat.

Ein Gadget ohne Bildschirm

Statt auf einen Bildschirm zu starren, sollen wir kuenftig vor allem mit unserer Stimme mit der Technik sprechen.
Statt auf einen Bildschirm zu starren, sollen wir kuenftig vor allem mit unserer Stimme mit der Technik sprechen.

Das Spannendste an diesem Geraet mit dem internen Codenamen Sweetpea ist, dass es bewusst auf das verzichten soll, was heute im Zentrum jedes Smartphones steht, naemlich den Bildschirm, denn Berichten zufolge handelt es sich um einen bildschirmlosen Begleiter, der vor allem ueber die Stimme gesteuert wird.

Nach allem, was bisher durchgesickert ist, koennte es sich um ein kleines, hinter dem Ohr getragenes Geraet handeln, das mit modernsten Zwei-Nanometer-Chips und Umgebungssensoren ausgestattet ist, und das ausdruecklich als eine ruhigere, friedlichere Alternative zum staendig blinkenden Smartphone gedacht ist.

Diese Philosophie finde ich besonders bemerkenswert, denn waehrend uns unsere Handys mit Benachrichtigungen und Bildschirmzeit oft eher stressen, verspricht das neue Konzept genau das Gegenteil, naemlich eine Technik, die im Hintergrund bleibt und uns hilft, ohne uns staendig in ihren Bann zu ziehen.

Ein Startschuss noch 2026

Dass es sich dabei nicht um bloge Zukunftsmusik handelt, machte OpenAI zuletzt deutlich, denn ein hochrangiger Manager gab beim Weltwirtschaftsforum in Davos den bisher klarsten Hinweis, dass noch im Jahr 2026 mit der Vorstellung dieser lang erwarteten Consumer-Hardware zu rechnen sei, vermutlich in der zweiten Jahreshaelfte.

Auch die geplante Stueckzahl zeigt, wie ernst es dem Unternehmen ist, denn gemeinsam mit dem Fertigungspartner Foxconn peilt man eine anfaengliche Produktion von rund vierzig bis fuenfzig Millionen Einheiten an, eine Groessenordnung, die klar signalisiert, dass hier kein Nischenprodukt, sondern ein Massenmarkt angestrebt wird.

Interessant ist zudem, dass Sweetpea nur der Anfang sein duerfte, denn parallel sollen mehrere Formen entwickelt werden, darunter neben dem Ohrhoerer auch ein Stift mit dem Codenamen Gumdrop, sowie laengerfristig eine Brille, ein tragbarer Anstecker und ein digitaler Sprachrekorder.

Grosser Wurf oder teures Risiko

Bei aller Begeisterung bleibe ich als Beobachter aber vorsichtig, denn die juengste Vergangenheit hat gezeigt, wie schwer es ist, das Smartphone abzuloesen, schliesslich sind ehrgeizige KI-Gadgets anderer Firmen zuletzt spektakulaer gescheitert, weil ihnen der wirklich ueberzeugende Nutzen im Alltag fehlte.

Der entscheidende Unterschied koennte diesmal jedoch die Kombination sein, denn OpenAI bringt die derzeit fortschrittlichste KI mit, waehrend Jony Ive fuer jenes Gespuer fuer Design und Einfachheit steht, das Millionen Menschen ueberhaupt erst dazu brachte, ein neues Geraet zu lieben und taeglich zu nutzen.

Mein Fazit lautet daher, dass wir hier womoeglich den ersten ernsthaften Anlauf erleben, die Aera nach dem Smartphone einzulaeuten, und selbst wenn es scheitern sollte, wird dieser Versuch die Richtung vorgeben, in die sich unsere Gadgets bewegen, hin zu einer Technik, die weniger Bildschirm und mehr echtes Leben verspricht.

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